Russischer Langzeitflug – Phase 2


Die Mission der 16. Hauptmannschaft (HM-16) auf der Raumstation MIR dauerte vom 01. Juli 1994 bis zum 04. November 1994 (insgesamt 126 Tage). Die Besatzung bestand aus dem Kommandanten (KO) der Mannschaft Yuri Ivanovich Malenchenko und dem Bordingenieur (BI) Talgat Amangeldyevich Musabayev. Der Wissenschaftskosmonaut (WK), Dr. Valeri Vladimirovich Poljakov, der davor 6 Monate auf der Raumstation als Mitglied der HM-15 gearbeitet hatte, setzte seine Tätigkeit auch als Mitglied der HM-16 fort.

Flugprogramm
01.07.1994Start und Einschießen des Raumschiffes Sojus TM-19 in die Umlaufbahn;
03.07.1994Andocken des Raumschiffes Sojus TM-19 an die Raumstation;
03.07.1994 – 09.07.1994gemeinsame Arbeit mit der HM-15;
09.07.1994Abkoppeln des Raumschiffes Sojus TM-18 von der Raumstation mit der HM-15;
02.09.1994 – 04.10.1994Arbeit mit dem Lastenraumtransporter Progress M-24;
09.09.1994Tätigkeit außerhalb der Raumstation (EVA) von einer Dauer von 05 Stunden und 05 Minuten (KO und BI);
13.09.1994Tätigkeit außerhalb der Raumstation (EVA) von einer Dauer von 06 Stunden und 02 Minuten (KO und BI);
06.10.1994 – 04.11.1994Gemeinsame Arbeit mit der HM-17 und dem ESA-Kosmonauten;
04.11.1994Rückkehr aus der Umlaufbahn und Landung des Raumschiffes Sojus TM-19, Abschluß der Arbeit der HM-16.
Modifizierte Experimentapparaturen und -methodiken

Um die wissenschaftliche Aussagekraft und Präzision zu erhöhen, kamen im Vergleich zu AUSTROMIR-91 und der Phase RLF-1 in der Phase RLF-2 und RLF-3 modifizierte Versionen von Apparaturen bzw. Methodiken zum Einsatz. In der Phase RLF-2 kamen die modifizierten Versionen von Apparaturen bzw. Methodiken der nachstehenden Experimente zum Einsatz:

Diese Geräte wurden rechtzeitig vor Beginn der Phase RLF-2 zur Raumstation transportiert, so daß gleich zu Beginn der Phase Experimente mit der neuen Methodik durchgeführt werden konnten. Ursprünglich war auch der Einsatz eines modifizierten Gerätes KYMO für die Experimente MIKROVIB, PULSTRANS, SCHLAF, und NACHT in der Phase RLF-2 vorgesehen; aufgrund unvorhergesehener Komplikationen in der Entwicklung dieses Gerätes wurde dies jedoch auf die Phase RLF-3 verschoben.